Johannes Brahms
Klavierkonzert Nr. 1 d-moll op. 15
Johannes Brahms
Klavierkonzert Nr. 1 d-moll op. 15
- Instrumentation 2 Pianos 4 Hands
- Composer Johannes Brahms
- Editor Otto Singer
- Edition Piano Reduction
- Publisher Breitkopf & Härtel KG
- Order no. EB6043
ships within 1-2 working days
incl. tax,
excl. shipping costs
- Credit Card
- Invoice
- PayPal
- Sepa
Not available in all countries. Learn more
Description:
- Pages: 92
- Release: 17.11.1986
- Dimensions: 230 x 305 mm
- Weight: 352 g
- Key: D minor
- Opus: 15
- Genre: Classical Music
- ISMN: 9790004165812
Breitkopf Urtext nach der Brahms-Gesamtausgabe der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien EB 6043 ist in Partitur gedruckt ; zur Aufführung werden zwei Exemplare benötigt.
Das erste Klavierkonzert von Brahms ist aus einem langwierigen, komplizierten und äußerst mühevollen Entstehungsprozess hervorgegangen und basiert auf einer im Frühjahr 1854 konzipierten Sonate für zwei Klaviere in d-moll. Anstoß für die Entwicklung des Themas ist jedoch ein erschütterndes Ereignis gewesen: Laut Joseph Joachim entstand das "erste Motiv […] infolge der Nachricht von Schumans Selbstmordversuch". Nur wenige Monate bevor Schumann sich in den Rhein stürzte, war Brahms‘ Name der musikalischen Öffentlichkeit durch Schumanns Aufsatz "Neue Bahnen" bekannt geworden. In ihm wird Brahms euphorisch als der Musiker gepriesen, "der den höchsten Ausdruck der Zeit in idealer Weise auszusprechen berufen sei." Die ungewöhnlich rasche Konzipierung der Sonate und ihr düster-monumentaler Grundcharakter lassen sich deuten als intensive kompositorische Verarbeitung des für Brahms gewiss traumatischen Erlebnisses von Schumanns Suizidversuch. Andererseits mag das jahrelange Ringen um die endgültige Gestalt des Werkes damit zusammenhängen, dass Brahms durch Schumanns prophetischen, spektakulären Aufsatz und die dadurch geweckten Erwartungen an ihn, erhöhtem Druck ausgesetzt war.
Zusammen mit Clara Schumann musizierte Brahms die drei Sätze der Sonate, doch er war selbstkritisch. Die ihm vorschwebende, von Clara Schumann empfundene musikalische Monumentalität ließ sich mit der Ausweitung des Klavierklangs auf zwei Instrumente nicht verwirklichen. Er fasste bald den Plan, seine Sonate zu einer Symphonie (seinem ersten Orchesterprojekt) umzuarbeiten. Doch auch diese Idee entsprach nicht vollends seinen Vorstellungen. Erst im Frühjahr 1855 kam er auf die Lösung, ein Klavierkonzert aus dem Material zu entwickeln. Mit Brahms als Solist wurde das Konzert schließlich 1859 uraufgeführt. Zunächst erntete er damit nur wenig Erfolg. Über eine der ersten Aufführungen schrieb Brahms an Joachim, dass das Konzert "glänzend und entschieden - durchfiel." Brahms war davon kaum überrascht, war ihm doch zweifellos die Neuheit des Werkes bewusst, die den Erwartungshorizont des zeitgenössischen Publikums überstieg. Die komplexe Struktur, die sinfonischen Dimensionen, der Verzicht auf effektvolle, elegante Brillanz des Soloparts, der durchweg eine spezifisch Brahmssche orchestrale Fülle besitzt - all das musste zunächst verwundern, bis gerade solche Qualitäten das d-moll-Konzert zu einem der berühmtesten Meisterwerke seiner Gattung werden ließen.
Das erste Klavierkonzert von Brahms ist aus einem langwierigen, komplizierten und äußerst mühevollen Entstehungsprozess hervorgegangen und basiert auf einer im Frühjahr 1854 konzipierten Sonate für zwei Klaviere in d-moll. Anstoß für die Entwicklung des Themas ist jedoch ein erschütterndes Ereignis gewesen: Laut Joseph Joachim entstand das "erste Motiv […] infolge der Nachricht von Schumans Selbstmordversuch". Nur wenige Monate bevor Schumann sich in den Rhein stürzte, war Brahms‘ Name der musikalischen Öffentlichkeit durch Schumanns Aufsatz "Neue Bahnen" bekannt geworden. In ihm wird Brahms euphorisch als der Musiker gepriesen, "der den höchsten Ausdruck der Zeit in idealer Weise auszusprechen berufen sei." Die ungewöhnlich rasche Konzipierung der Sonate und ihr düster-monumentaler Grundcharakter lassen sich deuten als intensive kompositorische Verarbeitung des für Brahms gewiss traumatischen Erlebnisses von Schumanns Suizidversuch. Andererseits mag das jahrelange Ringen um die endgültige Gestalt des Werkes damit zusammenhängen, dass Brahms durch Schumanns prophetischen, spektakulären Aufsatz und die dadurch geweckten Erwartungen an ihn, erhöhtem Druck ausgesetzt war.
Zusammen mit Clara Schumann musizierte Brahms die drei Sätze der Sonate, doch er war selbstkritisch. Die ihm vorschwebende, von Clara Schumann empfundene musikalische Monumentalität ließ sich mit der Ausweitung des Klavierklangs auf zwei Instrumente nicht verwirklichen. Er fasste bald den Plan, seine Sonate zu einer Symphonie (seinem ersten Orchesterprojekt) umzuarbeiten. Doch auch diese Idee entsprach nicht vollends seinen Vorstellungen. Erst im Frühjahr 1855 kam er auf die Lösung, ein Klavierkonzert aus dem Material zu entwickeln. Mit Brahms als Solist wurde das Konzert schließlich 1859 uraufgeführt. Zunächst erntete er damit nur wenig Erfolg. Über eine der ersten Aufführungen schrieb Brahms an Joachim, dass das Konzert "glänzend und entschieden - durchfiel." Brahms war davon kaum überrascht, war ihm doch zweifellos die Neuheit des Werkes bewusst, die den Erwartungshorizont des zeitgenössischen Publikums überstieg. Die komplexe Struktur, die sinfonischen Dimensionen, der Verzicht auf effektvolle, elegante Brillanz des Soloparts, der durchweg eine spezifisch Brahmssche orchestrale Fülle besitzt - all das musste zunächst verwundern, bis gerade solche Qualitäten das d-moll-Konzert zu einem der berühmtesten Meisterwerke seiner Gattung werden ließen.
Customers rated this product:
No reviews available.
Manufacturer Information:
Breitkopf & Härtel KG
Walkmühlstraße 52
65195
Wiesbaden
Deutschland
Related products:
- Piano and Orchestra
- Score
- Breitkopf & Härtel KG
-
in stock
ships within 1-2 working days
- Piano and Orchestra
- Study Score
- Breitkopf & Härtel KG
-
in stock
ships within 1-2 working days
- Piano and Orchestra
- Harmony Parts
- Breitkopf & Härtel KG
-
ships within 2-5 working days
- Piano and Orchestra
- Instrumental Part: Violin 1
- Breitkopf & Härtel KG
-
ships within 2-5 working days
- Piano and Orchestra
- Instrumental Part: Violin 2
- Breitkopf & Härtel KG
-
ships within 2-5 working days
- Piano and Orchestra
- Instrumental Part: Viola
- Breitkopf & Härtel KG
-
ships within 2-5 working days
- Piano and Orchestra
- Instrumental Part: Cello
- Breitkopf & Härtel KG
-
ships within 2-5 working days
- Piano and Orchestra
- Instrumental Part: Double Bass
- Breitkopf & Härtel KG
-
ships within 2-5 working days
Other customers also bought:
- Piano
- Sheet Music (Urtext)
- Rolf Koenen
-
in stock
ships within 1-2 working days
- 2 Pianos
- Piano Reduction (Urtext)
- Johannes Umbreit
-
in stock
ships within 1-2 working days
Sergei Rachmaninow
- 2 Pianos 4 Hands
- Piano Reduction
-
in stock
ships within 1-2 working days
Johann Pachelbel
- Organ
- Sheet Music
- Jerry Lanning
-
ships within 3-6 working days
- 3 Violins and Continuo
- Score and Parts
-
in stock
ships within 1-2 working days
Johann Pachelbel
- Trumpet in C and Organ
- Sheet Music
-
in stock
ships within 1-2 working days
- Piano and Orchestra
- Piano Reduction (Urtext)
- Mitsuko Uchida
-
in stock
ships within 1-2 working days
- Piano
- Sheet Music
-
in stock
ships within 1-2 working days
- Piano
- Sheet Music
-
in stock
ships within 1-2 working days
- Violin and Piano
- Sheet Music
-
in stock
ships within 1-2 working days - Also available for download!
- Piano
- Sheet Music
-
in stock
ships within 1-2 working days
- Violin and Piano
- Sheet Music
-
in stock
ships within 1-2 working days
- Violin and Piano
- Sheet Music
-
in stock
ships within 1-2 working days - Also available for download!
Karl Höller
- Violin and Piano
- Sheet Music
-
ships within 1-2 working days
Robert Schumann, Antje Weithaas
for Violin and Piano
- Violin and Piano
- Sheet Music (Urtext)
- Klaus Schilde Antje Weithaas
-
in stock
ships within 1-2 working days